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Jana Sophia Nester

30. August 2011

 

Ich persönlich finde ja, dass diese Bilder, diesen einen ganz besonderen Menschen gar nicht wirklich beschreieben. Darum habe ich Jana gebeten mir einen ihrer wunderschönen Texte zu schicken, um diesen hier einzufügen.
Der Text hat nichts mit der Bilderserie zu tun dennoch lässt sich erahnen was sich für ein brillianter Verstand hinter dieser bezauberenden Person verbirgt. Nun viel Spaß beim Lesen:

Revolte gegen das Scheitern.

Verdammt sei der Weg des geringsten Widerstands!
Fort mit den Ketten der leeren Primitivität.
Will sie sprengen, die Mauern der Möglichkeiten einreißen.
Die Schatten der Vergangenheit zerschmettert
unter dem Zenitstand der Sonne.
„Tod oder Freiheit“.

Ich strecke meine Faust der Fratze der erstarrten Gesellschaft entgegen
und schreie, schreie bis der Staub der Stagnation von den Wänden der Belanglosigkeit fällt.

Nicht länger will ich verharren, vor jedem Stein, der in meinem Wege liegt.
Nicht länger will ich mein Scheitern fürchten.

Auch wenn ich die einstigen Blicke noch auf mir spüre.
Die Blicke derer, die sie in ihrer Illusion der Erhabenheit, die Augenzeugen meiner Niederlagen mimten. Sie sahen mich an.
Die leeren Hüllen sahen mich aus leeren Augen an.
Sahen mein Fallen.

Warum sich der bornierte Mensch derart mit dem Leben, Streben und Scheitern anderer befasst?
Weil es um so viel einfacher ist, im Publikum sitzend zu reflektieren und zu kritisieren, als selbst auf der Bühne stehend um Haltung zu ringen.

Ich kehre mein Gesicht ab von der Angst vor der Enttäuschung,
die meine Glieder versteinerte und mich erstarren ließ.

… und ich springe. Von Stein zu Stein springe ich. Von Dach zu Dach,
über der Stadt meiner Ängste, die ich zurücklasse .
Über die Mauern, die meine Möglichkeiten beengen und in kalte Schatten betten.
Ich lasse sie zurück.

Was von mir bleibt?
Dort ein Schatten meiner Selbst
zwischen flüchtenden Rauchschwaden verloschener Funken.
Hier eine obligate Renaissance meiner Seele.

Falls ich zu Grunde ginge?
Mir gefiele der Gedanke es wäre im Kampfe,
gegen die Ketten der leeren Primitivität,
auf den zerschlagenen Mauern meiner Möglichkeiten,
unter dem Zenitstand der Sonne.

Wenn aber nicht,
wenn sich das kämpfen loht,
stehe ich hier, frei,
auf dem Fundament geformt aus tausend Toden, die ich starb,
auf den Knochen der Opfer, die ich brachte
und blicke, die Brust voll klarer Luft,
einem neuen Horizont entgegen.

 

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One Comment leave one →
  1. 29. September 2011 09:04

    Zusammen mit dem Text einer der absolut besten Beiträge deines Blogs. Persönliches Lieblingsbild in der Serie: jana_sophia_nester_8647.jpg (oder 6. von unten). Perfekte Stimmung, toll gewähltes Outfit, klasse (Bild-)Ausschnitt. Das hat ‚Bild des Jahres‘-Charakter!

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